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Auf Einladung des tunesischen Fremdenverkehrsverbandes, dem tunesischem Ballonteam AEROASIS und des Ballonkollegen Jean Marc Kulas fuhren im wir November mit unserem ÖSA-Ballon für zwei Wochen in den Süden Tunesiens. Wir-, das waren Ballonpilot Bernd Träger, Freund Horst Bosinski mit Sohn Tino und als Vierter im Bunde Dietmar Brandl, selbst erfahrener Ballonpilot und Fluglehrer. Mit unserem Spezialfahrzeug, einem allradgetriebenen VW - Syncro fuhren wir über die Alpen nach Genua. Dort stießen dann noch ein österreichisches-, ein französisches- und noch vier deutsche Ballonteams dazu. Von hier ging es per Fähre (22 Stunden) nach Tunis. Über Hammamet war unser erstes Ziel Tataouine im Südosten des Landes. Schroffe Schotterfelder und bizarre Berglandschaften mit Berberdörfern, die in die Berge getrieben wurden, machen den Reiz dieser Landschaft aus. Vier Tage bei vollem Komfort ließen das Abenteuer zivilisiert anlaufen. Nächste und interessanteste Station war die Oase Dergine. Douz, die "Provinzhauptstadt " der Sahara war noch 40 Kilometer von der Oase entfernt. Bis in die Oase schaffte es unser Syncro allerdings nicht. Er hatte für die Fahrt durch die Dünen viel zu wenig Bodenfreiheit. Wir parkten ihn ca. einen Kilometer entfernt auf einem "Wüstenparkplatz " zusammen mit den anderen Ballonhängern. Camping in Nomadenzelten, Büchsenbier am Lagerfeuer, sternklare Vollmondnächte und allmorgentlicher Aufbruch gegen 4 Uhr ließen diese Woche unvergeßlich werden. Die Landungen im Puderzucker weichem Sand waren toll, nur daß das nicht allzu weit von festgefahrenen Pisten oder Straßen sein durfte. Die waren schon rar genug und die mitgeführten Sandschaufeln mußten nicht nur einmal vorgeholt werden. Durch den riesigen Salzsee Chott El Jerid ging es dann in Richtung Westen zur letzten Etappe nach Tozeur an der algerischen Grenze. Hier hatte uns der Luxus in Form eines märchenhaften Hotels wieder eingeholt. Es war mal wieder schön, die sanitären Einrichtungen in vollem Umfang zu genießen. Zum Ballonfahren sind wir hier nicht gekommen, weil starker Wind und auch der Drang nach Schlaf das verhinderte. Nach zwei Tagen ging es dann 500 km quer durchs Land nach Hammamet zurück, um nach einer Übernachtung dort, von Tunis aus die Heimreise anzutreten. Jetzt wurde mir auch wieder bewußt, was mit Aktivurlaub gemeint war. Alle Bilder zu diesem Abenteuer finden Sie hier.
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